Aha - Erkenntnisse

19.03.2021

Eine gute Frage, nicht wahr? Auf meinem letzten Pilgerweg begegnete mir dieser Spruch. Immer wieder kam er mir in den Sinn.

Komplizierte Fragen entstanden: Weiß ich eigentlich, ob ich existiere, wenn ich nichts mehr fühle? Ist es nun gut, besonders intensiv seine Gefühle zu spüren und auszuleben oder sollte man sie besser regulieren?

Doch auch einfache Antworten gingen mir durch den Kopf: Damit ich weiß, was ich will und was ich nicht will. Damit ich meine Bedürfnisse wahrnehmen und erfüllen kann. Dazu gehören auch schlechte Gefühle, welche die klare Botschaft senden: Das willst du nicht / Das bist du nicht. Mach was anderes!

Basics für ein gutes Leben. Wenn diese Bedürfnisse erfüllt sind, ist der Weg zum Glück frei.

Also: Ich fühle, um glücklich zu sein.

 

Wie siehts bei dir aus? Wozu fühlt du?


18.03.2021

Kurz und knapp: Ein Lächeln verbindet.

Lange hatte ich in meinem Kopf, dass solche "Schmierereien" nur hohl und ohne Aussage wären. Bis ich angefangen habe sie zu lesen. Häufig regen sie mich zum denken an. Dabei entsteht bei mir ein Interesse an der Person, welche diese bedeutungsvollen "Schmierereien" dankenswerter Weise hinterlassen hat.


17.03.2021

Sieht das nicht spannend aus? Als ich dies sah war ich hin- und hergerissen.

Einerseits negativ: Das ist nicht ok. Das hemmt das Wachstum des Baumes. Hier wird Naturschutz aber nicht groß geschrieben!

Andererseits positiv: Wow - der Baum hat das aber gut verkraftet. Seine Verletzung hat er einwandfrei in den Griff bekommen. Ihm blieb nicht anderes, als den fremden Einfluss anzunehmen. Ein Muster ist noch zu erkennen - der Baum bekommt Charakter. Und es ist auf seine eigene Weise ästhetisch. Besonders wichtig schien mir: Trotz der Verletzung erhält der Baum nun eine zusätzliche Stabilität. Anderen Bäumen fehlt Diese.

 

In meinem Kopf kam sofort die Verbindung zu Menschen, welche ein traumatisches Erlebnis hatten. Auch sie haben etwas für ihre Lebenswelt "Unnatürliches" erlebt. Sie mussten irgendwie lernen damit umzugehen bzw. arbeiten weiterhin daran. Eine hohe Kunst ist es, das damalige Geschehen so anzunehmen, als unveränderliche eigene Wahrheit zu erachten. Doch schau auf das Bild: Trotz der Narben erhält der Baum eine innere Stärke! Der fremde Einfluss stützt ihn und gibt ihm Kraft.


26.02.2021

Ich will, deshalb muss ich??? Nö!

 

Einst bin ich über meine eigenen Gedanken gestolpert. Dafür bin ich bis heute dankbar. Ich erwischte mich dabei, dass ich etwas wollte - ein Ziel vor Augen hatte. Es war ein wirklich anstrebenswertes Ziel. Ich wollte es unbedingt erreichen - meine Motivation schien grenzenlos. Am liebsten wollte ich sofort loslegen. Dann kam ich ins planen: "Ok, wenn ich das erreichen will, dann muss ich vorher dies und das erfragen, recherchieren, kalkulieren, besorgen, erarbeiten, usw." Der Effekt dieser Planung: Die Motivation sank. Wieso?

In diesen Gedanken versteckt sich ein allzu verbreiteter "Mussturbator" (Vielen Dank an Tom Küchler für diesen Begriff zum schmunzeln). Also ein Antreiber, der nicht aus mir heraus kommt, sondern mich von außen stresst.

Ich muss dies, Ich muss das. Klingt blöd, oder? Irgendwie fehlt hier die Motivation.

Ich will dies, ich will das. Schon besser! Hier ist die Kraft der Motivation zu spüren.

Ich will dies, deshalb muss ich! Stop, nein! Motivation sinkt. 

Ich will dies, deshalb will ich auch das. Motivation in ihrer vollen Stärke.


25.02.2021

Die coronabedingte Opferfalle

 

Das Thema Corona ist derzeit in aller Munde. Medienberichte, das normale Leben auf der Straße und auch der persönliche Umgang damit sind im Gespräch.

 

Nach einiger Zeit kam mir ein "Aha - das ist interessant": Menschen neigen zur Vereinfachung, um in komplexen Strukturen zurecht zukommen - ein zutiefst systemischer Gedanke. In meiner Wahrnehmung entsteht aktuell solch eine Vereinfachung. Effekte, welche vorher ohne Corona existierten, werden plötzlich mit Corona in Verbindung gebracht und manchmal ausschließlich mit Corona begründet. Es entsteht eine geradlinige Denkweise, welche die "Schuld" klar an Corona richtet.

 

Die Dynamik birgt eine Gefahr: Für Corona kann keiner was. Corona kann auch die ihm zugeschobene Schuld nicht ausgleichen. Was bleibt ist: Das müssen wir ertragen - es geht ja nicht anders! Mit dieser Denkweise entsteht eine passive Rolle - eine Opferhaltung. In dieser Rolle fehlt Motivation zur Handlung und dies wiederum verhindert Veränderung.

 

Somit bleiben die Dinge, wie sie sind, obwohl sie verändert werden können und wir sie auch verändern wollen!

 

Um ein Beispiel zu nennen:

Ein beliebtes Geschäft musste schließen. "Bestimmt wegen Corona. Jaja - da kann man nichts machen." Was wäre, wenn es einen anderen Grund gäbe, warum dieses Geschäft geschlossen wurde? Vielleicht hätte man dies verhindern können. Doch die geradlinige vermutete Begründung: "Bestimmt wegen Corona" lässt alle nicken und es hinnehmen.

 

Natürlich hat Corona einen Einfluss - das will ich nicht bestreiten. Doch ich betone nochmals: Einige dieser Themen gab es auch vor Corona.

 

Meine Idee: Zuerst die Frage stellen: Gab es das schon vor Corona?

Falls ja: So tun, als ob Corona nicht existiert und somit den Startpunkt zur Veränderung setzen.


10.10.2020

Dieses wunderbare Wort begegnete mir in Berlin. Oftmals sind Dinge begrenzt: Sie haben ein Anfang und ein Ende. Das Ende ist dabei der Anfang von etwas Neuem. Es zeigt, dass wir die Entscheidung selbst treffen können: Sehe ich das Ende (Weltuntergang) oder das Neue (Weltaufgang)? Faktisch ist es zum gleichen Zeitpunkt. Es ist eine innere Entscheidung, wo der Fokus hingehen soll. Das Ende hat mit Abschied zu tun...das braucht manchmal Zeit. Das Neue mit Unbekannten...das braucht Mut. Wie entscheidest du dich?